Labor Entwicklungspolitik Neue Forme(l)n für neue Zielgruppen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit

Wis(c)hlist-Putztuch

 

Schwammtücher Wishlist

 

Experiment im Überblick

 

Warum dieser Versuch?

Um die Bedingungen in der Textilproduktion und Handlungsmöglichkeiten im Alltag ins Bewusstsein junger Studierender zu bringen, entwickelte finep bedruckte Putztücher. Die Putztücher machen auf drei Themenschwerpunkte aufmerksam: Arbeitsrechte, Umweltschutz und Suffizienz. Da die Erstsemesterstudierenden im Begriff sind, in eigene Wohnungen oder in Wohngemeinschaften zu ziehen, sind sie häufig offen für Material, das ihnen die Bewältigung des Alltags z.B. das Putzen erleichtert. Durch die Benutzung der Putztücher kommen die Studierenden ins Nachdenken und können sich auf der Homepage textil.finep.org weitere Anregungen zum nachhaltigen Textilkonsum holen.

 

Worum geht es?

Ziel der Aktivität ist es, das Bewusstsein der jungen Menschen nachhaltig zu verändern und auf alternative Handlungsweisen im Textilkonsum aufmerksam zu machen. Ein besonderer Fokus liegt auf den drei folgenden Themenbereichen:
Die Freiheit, sich als Gewerkschaft zu versammeln aber auch die Sicherstellung, dass ohne Kinderarbeit produziert wird, sind Forderungen, die dem Bereich Arbeitsrecht zugrunde liegen. Zum Bereich Umweltschutz zählen eine nachhaltige Produktion sowie das Nutzungsverbot lebensgefährlicher Chemikalien. Unter dem dritten Themenschwerpunkt Suffizienz versteht man das Wiederverwerten und Weiterbenutzen von Kleidungsstücken. Hierzu zählt auch Upcycling, also das Aufwerten und Umfunktionieren alter Kleidungsstücke, das als letzter Punkt auf dem Putztuch angesprochen wird.
Diese Handlungsalternativen sollen den Betrachter/die Betrachterin dazu anregen, über nachhaltigen Textilkonsum nachzudenken und sich aktiv dafür einzubringen.

 

Wie?

In Kooperation mit der Hochschule Esslingen und der Hochschule für Technik in Stuttgart konnten die Putztücher kostenlos bei Erstsemesterveranstaltungen an die Studierenden weitergereicht werden. In Esslingen erhielten die Studierenden das Putztuch direkt nach der Einführungsveranstaltung von Freiwilligen des Allgemeinen Studierendenausschusses überreicht. In Stuttgart befanden sich die Schwammtücher in bereits gepackten Willkommenstüten, die an alle Erstsemester-Studierenden ausgegeben wurden.


Thema

Bedingungen der Textilproduktion, Fairer Handel, Umweltschutz, Ressourcenverbrauch und Handlungsmöglichkeiten für den Alltag.

 

Vorteile

  • Putztücher sind nützlich und werden ganz selbstverständlich im Alltagsgeschehen verwendet/gebraucht.
  • Jede/r kann ein Putztuch nutzen, die Zielgruppe ist daher nicht eingeschränkt.
  • Die Zielgruppe der Erstsemesterstudierenden nimmt Putztücher dankbar an, da viele neue Wohnungen oder Wohngemeinschaften beziehen und sich so einen eigenen Haushalt einrichten.
  • Putztücher sind nach dem Waschen wiederverwendbar.

 

Nachteile

  • Das Putztuch bietet zum einen wenig Fläche für den Druck, das heißt, es können nur kurze Botschaften abgedruckt werden. Zum anderen muss man darauf achten, dass die Schrift groß genug ist, um nicht auf der rauen Oberfläche zu verschwimmen.

 

Benötigte Elemente


Anzahl Art

2.000

Putztücher (schwarz-weiß)

   

1

GrafikerIn, die/der die Idee in ansprechendem Design umsetzt

                                      


Zeitaufwand des Versuchs       2 Monate Vorbereitungszeit

 

Schwierigkeitsstufe     Leicht

 

Zahl der LaborantInnen         1

 

Zahl der AssistentInnen       1

 

Kosten

Produktion der Putzücher (Druck inkl. Versand): 1.657 Euro
Layout: 417 Euro

 

Gesamtkosten: 2.074 Euro

  

Tipps zum Sparen


Um Kosten einzusparen, kann man lediglich eine geringere Stückzahl drucken lassen.

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