Labor Entwicklungspolitik Neue Forme(l)n für neue Zielgruppen der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit

Asphaltaufkleber als erlaufbare Ausstellung

 

 

Experiment im Überblick

 

Warum dieser Versuch?

Mit Hilfe dieses Versuchs sollen Passantinnen und Passanten bei ihrem Gang durch die Stadt auf das Thema Ernährung aus einer globalen Perspektive aufmerksam gemacht werden. Ziel ist es, sie mit einfachen Mitteln für diese komplexe Thematik zu sensibilisieren und ihnen gleichzeitig konkrete Handlungsempfehlungen für Ihren alltäglichen Lebensmittelkonsum vorzustellen.

 

Worum geht es?

Die Ernährung betrifft und prägt den Alltag jedes einzelnen Menschen. Unser Konsumverhalten in Bezug auf Lebensmittel hat nicht nur weitreichende Auswirkungen auf unser eigenes Wohlbefinden, sondern auch auf das Wohlbefinden anderer Menschen sowie der Umwelt.

Unter dem Motto „Ernährung geht uns alle an“ bietet die erlaufbare Ausstellung die Möglichkeit, buchstäblich im Vorbeigehen interessante und eingängige Statistiken zum Thema Ernährung, gefolgt von einer konkreten Handlungsempfehlung für den alltäglichen Lebensmittelkonsum, „zu erlaufen“.

 

Wie?

Es handelt sich bei der Ausstellung um ein Set aus mehreren Asphaltaufklebern. Sie alle betrachten das Thema Ernährung kurz und prägnant aus einem globalen Fokus, haben jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. Die Ausstellung beinhaltet 5 Themen-Sets, die jeweils aus  mehreren Aufklebern bestehen, aber alle den gleichen Aufbau haben. Der erste Aufkleber jedes Themenschwerpunktes dient als Blickfang und zeigt eine Neugierde weckende Aussage, wie zum Beispiel „Dein Fleisch is(s)t mein Land!“. Es folgen Aufkleber mit zwei bis drei Statistiken, die das Grundproblem des jeweiligen Themenschwerpunktes aufzeigen, indem sie beispielsweise die weltweite Ackerfläche für den Anbau von Tierfuttermitteln der weltweiten Nutzfläche für den Anbau menschlicher Nahrungsmittel gegenüberstellen. Den Schluss jedes Schwerpunktes bildet jeweils eine konkrete Handlungsempfehlung für den alltäglichen Lebensmittelkonsum, wie die Bevorzugung regionaler und saisonaler Nahrungsmittel.


Thema

Folgende Inhalte werden thematisiert: Lebensmittelverschwendung, der Flächenbedarf zum Anbau für Futtermittel, die Auswirkungen unserer Ernährung auf das Klima, der faire Handel mit tropischen Früchten sowie der Wasserverbrauch in der Landwirtschaft.

 

Vorteile

  • Unterschiedliche Facetten eines Hauptthemas können betrachtet werden.
  • Die Ausstellung bedarf keiner Betreuung.
  • Die Themenschwerpunkte funktionieren sowohl einzeln als auch in Kombination miteinander.

 

Nachteile

  • Um das Interesse der Passantinnen und Passanten daran, die Ausstellung „zu erlaufen“, nicht durch eine zu lange Fußstrecke zu gefährden, darf die Ausstellung nicht zu umfangreich sein und kann die Themenschwerpunkte nicht bis ins kleinste Detail darlegen.
  • Die Haltbarkeit der Aufkleber variiert stark je nach Untergrund und Belastung.

 

Benötigte Elemente


Anzahl Art

5-6

Asphaltaufkleber pro Themengebiet

1
Grafiker/in, der/die die Idee in ansprechendem Design umsetzt

1

Produzent/in der Asphaltaufkleber

                                      


Zeitaufwand des Versuchs       1-2 Monate Vorbereitungszeit

 

Schwierigkeitsstufe     Leicht

 

Zahl der LaborantInnen         1

 

Zahl der AssistentInnen       1

 

Kosten

Grafikarbeiten: 750 Euro (netto)

Produktion der Asphaltaufkleber: 1625 Euro (netto) für 1 Auflage

Gesamt: 2375 Euro (netto)

  

Tipps zum Sparen


Die Asphaltaufkleber sind in unterschiedlichen Varianten erhältlich. Je länger die Haltbarkeit sein soll, desto kostspieliger gestaltet sich die Produktion.



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